Alle Jahre wieder, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen!

Alle Jahre wieder, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen!

Sie sind privat krankenversichert?

Dann kennen Sie sicherlich das Gefühl, das einen beschleicht wenn Ende November Post vom Krankenversicherer im Briefkasten liegt. Schon wieder eine Beitragsanpassung! Die Ausgaben der privaten Krankenversicherer steigen seit Jahren und damit steigen auch die Beiträge. Viele Experten rechnen in 2016 mit deutlich steigenden Beiträgen.

Doch was ist der Grund für die steigenden Beiträge und was können Sie dagegen tun?

Wie schon in den vergangenen Jahren, steigen die Kosten für Gesundheitsleistungen die die Versicherer erbringen müssen deutlich an. Darüber hinaus kämpfen die Versicherer auch in 2016 mit sehr niedrigen Zinsen. Die niedrigen Zinsen treiben die Beitragsanpassungen zusätzlich in die Höhe. Der Grund: Wenn die Kosten für Gesundheitsleistungen oder die Lebenserwartung ( Sterbetafel) bestimmte Größenordnungen überschreitet, sind die privaten Krankenversicherer gezwungen die Beiträge anzupassen. Meistens bleibt es bei einer Anpassung im einstelligen Bereich. Aktuell ist die Situation eine andere: Ergibt sich ein aktueller Anpassungsbedarf, muss der Versicherer zum einen die aktuelle Lebenserwartung berücksichtigen und zum anderen die Zinserwartung der nächsten Jahre mit berücksichtigen. Bei der derzeitigen Situation an den Kapitalmärkten werden diese aber eher schlechter als besser. Aus dieser Situation heraus kommt es zur Zeit zu deutlich höheren Beitragsanpassungen als geplant.

Was können Sie als Versicherte dagegen tun?

Der Gesetzgeber hat mit dem § 204 VVG ( Versicherungsvertragsgesetz ) die Möglichkeit geschaffen, jeweils zum Monatsende innerhalb ihrer Gesellschaft in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Die Versicherer sind grundsätzlich zur Beratung verpflichtet. Als Versicherter müssen Sie auf einige Besonderheiten und gegebenenfalls Leistungsveränderungen achten und sollten in jedem Fall einen Berater hinzuziehen. Doch Achtung: Diese verlangen oft eine Provision, die bis zum achtfachen der Einsparung betragen kann.

 

 

2015-12-20T15:07:12+00:00